Der Kabelpflug ist ein Gerät zur Verlegung von Erdkabeln oder Leerohren. Zum Einpflügen muss kein Graben ausgehoben werden und das Wiederverfüllen entfällt ebenfalls. Kabelpflüge werden an Traktoren oder Raupenfahrzeuge montiert. Das Pflugverfahren wird mit einem sog. Vibrations-Kabelpflug durchgeführt. Das Pflugschwert wird am Trassenbeginn in eine Startgrube auf Höhe der Verlegetiefe eingesetzt. Das Herzstück des Kabelpflugs ist ein Vibrator der seine Energie an das Verdrängerteil und Verlegegehäuse des Pfluges weitergibt. Verbunden mit der enormen Zugkraft und Vorwärtsbewegung des Fahrzeugs wird somit der Boden aufgerüttelt bzw. aufgerissen. Mit der Verlegung des jeweiligen Rohrs wird gleichzeitig ein Trassenwarnband mitverlegt. In die verlegten Rohre werden später die Glasfaserkabel eingeblasen. Pro Arbeitstag können je nach Bodenbeschaffenheit bis zu 2.500 Meter Leitungsrohr verlegt werden.
Besonders eignet sich das Pflugverfahren für lange Überlandstrecken, wo große Leitungslängen erforderlich sind. Aber auch kürzere Strecken und Leitungen in schwergängigem Gelände sind problemlos einzupflügen.
Das Verfahren eignet sich besonders gut in Bodenarten, die sich leicht verdrängen lassen. Selbst grobkörnige Böden mit einem hohen Steinanteil lassen sich mit dem Kabelpflug bearbeiten.
Weitere Einsatzgebiete sind: Steuer-, Telefon-, DSL-Kabel, Glasfaser- und Stromkabel, Kabelschutzrohr, Trinkwasser-, Abwasser- und Gasleitungen.
Das Horizontal-Spülbohrverfahren erweist sich als äußerst umweltschonend, weil es nur punktuelle Eingriffe in die Ökologie verursacht. Minimale Flurschäden werden nur im unmittelbaren Bereich der Anlage verursacht. Besonders im innerstädtischen Bereich spricht eine Reihe von Gründen für den Einsatz der steuerbaren Technik. Gegenüber der offenen Bauweise zählen hierzu vor allem die Baukosten, Bauzeiten, Genehmigungsverfahren, Erdbewegungen, Oberflächenwiederherstellung und der Verkehr.
Je nach Länge der zu bohrenden Strecke wird eine Startgrube und eine Zielgrube ausgebaggert. Dann erfolgt von der Startgrube bis zur Zielgrube entlang des geplanten Bohrprofils eine Pilotbohrung. Die Steuerung des Bohrkopfes erfolgt über eine Abflachung der Bohrlanze. Durch Drehung des Pilotgestänges mit gleichzeitigem Vorschub verläuft die Bohrung geradeaus. Wird das Bohrgestänge ohne Drehbewegung geschoben, erfolgt eine Ablenkung des Bohrkopfes nach unten, oben, rechts oder links. Die genaue Lage des Bohrkopfes wird mittels eines eingebauten Senders und eines an der Oberfläche geführten Empfängers messtspechnisch erfasst und an den Bohrgeräteführer übertragen. Vorhandene Kabel, Leitungen, Baumwurzeln oder sonstige Hindernisse können somit umfahren werden. Der Durchmesser der Pilotbohrung beträgt 125 bis 150 mm.
Ist die Bohrlanze in der Zielgrube angekommen, wird sie durch einen entsprechenden Aufweitkopf getauscht und die Pilotbohrung im Rückwärtsgang aufgeweitet. Hinter dem Aufweitkopf wird das neue Leerrohr eingezogen. Dies geschieht schonend und beschädigungsfrei mit einer umweltfreundlichen Bohrsuspension bestehend aus Wasser und Bentonit, einem Tonmineral.
Dort wo das Aufgraben schwierig oder nicht möglich ist, bietet das Spülbohrverfahren eine kostengünstige Alternative um Leitungen unter Straßen, Gehwegen, Flüssen, oder in Naturschutzgebieten zu verlegen. Ausgestattet mit einem elektronischen Ortungssystem gewährleisten die eingesetzten Geräte eine präzise Steuerung und hohe Zielgenauigkeit der Bohrungen. Das Ergebnis: keine Zerstörung von wertvollen Oberflächen, keine Behinderung des Verkehrs und der Anlieger, unberührte Naturschutzgebiete. Spülbohrungen können bis zu einer Länge von 300 m in einem Arbeitsgang durchgeführt werden.
Schon im Vorfeld der Planungen und bei der Durchführung der Bohrungen ist eine enge Zusammenarbeit mit den zuständigen örtlichen Bauämtern und Mitarbeitern der Bauhöfe wichtig. Trotz exakter Vorplanungen, der umfangreichen Sichtung von Lageplänen, einer präzisen Steuerung und der hohen Zielgenauigkeit der Bohrungen, können beim Bohren in innerörtlichen Bereichen Schwierigkeiten auftreten. Bei ungenauen oder gar nicht erfassten Lageangaben von Trinkwasser – und Abwasseranschlüssen, Telefon-, Strom-, Gasanschlüssen, können trotz der präzise eingestellten Bohrtiefen- und radien, Anschlüsse getroffen und beschädigt werden.
16.05. bis 17.05. in Hesseneck
09:00 – 18:00 Uhr
Gemeindeverwaltung Hesseneck
Untere Siegfriedstr. 6
64754 Hesseneck
21.05. bis 23.05. in Lützelbach
10:00 – 19:00 Uhr
Festplatz Haingrund
Reiterspfad
64750 Lützelbach
24.05. bis 25.05. in Brombachtal
10:00 – 19:00 Uhr
Parkplatz am Bauhof
Wilhelm-Adrian-Str. 2A
64753 Brombachtal
28.05. bis 30.05. in Breuberg
10:00 – 19:00 Uhr
Breuberghalle
Bahnhofstr. 4
64747 Breuberg